
BioMade | Energetische Verwertung von Insektenfrass im zweistufigen Biogasprozess
Ăber das Projekt
Die REPLOID Deutschland GmbH (vormals madebymade GmbH) entwickelt gemeinsam mit dem DBI â Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg ein innovatives Verfahren zur energetischen Verwertung von Insektenfrass, dem Abfallstoff aus der Zucht und Verarbeitung der Schwarzen Soldatenfliege (Hermetia illucens), mittels eines zweistufigen Biogasprozesses.
Bei der Insektenproduktion fallen erhebliche Mengen an Frass an, einem Gemisch aus Substratresten, Exkrementen und Insektenexoskeletten. Das Projekt BioMade entwickelt ein speziell adaptiertes, zweistufiges Biogasverfahren, das gleichzeitig biogenen Wasserstoff und Methan erzeugt und die gesetzlich vorgeschriebene Hygienisierung des Substrates direkt integriert â ohne zusĂ€tzliche externe Prozessschritte. Damit wird das energetische Potenzial dieses Stoffstroms effizient genutzt und der nachhaltige Kreislauf der Insektenproduktion weiter geschlossen.
Die gewonnenen Erkenntnisse schaffen die wissenschaftliche Grundlage fĂŒr eine breite Anwendung dieses Verfahrens in der wachsenden Insektenzuchtbranche â als Beitrag zur Kreislaufwirtschaft, Bioökonomie und Energiewende.
Ziele
Entwicklung und Upscaling eines zweistufigen Biogasverfahrens zur simultanen Erzeugung von biogenem Wasserstoff und Methan aus BSF-Frass
Integration der gesetzlich vorgeschriebenen Hygienisierung direkt in den thermophil betriebenen Vorreaktor (70 °C) â ohne externe Hygienisierungsstufe
Charakterisierung und Bewertung des GĂ€rrestes hinsichtlich seiner Eignung als DĂŒngemittel
Wirtschaftlich-technische Bewertung und Vorbereitung der Marktreife
Projektdetails
| Vorhabentitel | VergÀrung von Insektenfrass in einem zweistufigen Biogasprozess (BioMade) |
| Förderzeitraum | 01.01.2025â31.12.2027 |
| FörderfÀhige Gesamtausgaben | 344.665,28 EUR |
| EU-Förderung (ESF Plus) | 206.799,16 EUR |
| ZuwendungsempfÀnger | REPLOID Deutschland GmbH (vormals madebymade GmbH), Pegau (Sachsen) |
| Verbundkoordinator | DBI â Gastechnologisches Institut gGmbH, Freiberg |
Dieses Vorhaben wird kofinanziert von der EuropÀischen Union (EFRE) sowie aus Steuermitteln auf der Grundlage des vom SÀchsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

